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MECF Blog

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Werkhof Wassen

Juni 2020

Als in den 1980-er Jahren beim MECF der Bahnhof Wassen geplant und gebaut wurde, da gehörte ein Güterschuppen zu fast jedem Bahnhof der Schweiz. Stückgüterzüge dienten der Anlieferung und Abholung der Fracht und waren eine optische Bereicherung im Schienenverkehr. Seither schleppen die Angestellten Kisten, Säcke und andere Frachtstücke. Seit einiger Zeit jedoch dient das Stumpengleis hauptsächlich dem Lösch- und Rettungszug für seinen Pikett-Dienst und kaum ein Güterwagen wurde noch an die Rampe gestellt.

Der Güterschuppen aus den 1980-er Jahren mit Aktivitäten, die man so heute nicht mehr kennt.

Vierzig Jahre später erhält die Gegend um Wassen eine Auffrischung und, wo angebracht, werden Objekte den heutigen Verhältnissen angepasst. Der Güterschuppen steht unter Heimatschutz, weshalb die erste Idee scheiterte, das Gebäude abzubrechen und wie beim Vorbild üblich durch ein Wohn- oder Geschäftshaus zu ersetzen. Weil die Gemeinde Wassen schon länger nach einem geeigneten Standort für einen Werkhof Ausschau hielt, entstand das Projekt mit der Umnutzung. Weiterhin kann das Pikett-Team des Lösch- und Rettungszuges seine Räumlichkeiten im Haustrakt nutzen. Der Schuppen selbst dient dem Werkhof-Team als Lager und das umliegende Gelände bietet für die notwendigen Einrichtungen ausreichend Platz. Dazu gehören ein Silo für das Streusalz, eine Wasch-Box zur Reinigung des Fahrzeugparks, kleine Depots für Sand- und Kiesreserven sowie ein Entsorgungsplatz für Altglas, Metall und Altkleider.

Holzsilo (Vorbild)

Das markanteste Objekt auf dem Werkhof-Areal ist der Holzsilo, wo Streusalz für die winterliche Schneeräumung gelagert wird. Weit über die Landesgrenzen hinaus findet man solche Silos, die aus unserer Region stammen. Die Holzbaufirma Blumer Lehmann aus Gossau ist bekannt für ihre Silo-Konstruktion und dazu ist auf ihrer Homepage folgendes zu lesen:

„Mit der Konstruktion und dem Bau von Holzsilos in der charakteristischen runden Form begann unsere Erfolgsgeschichte vor über 30 Jahren. Die klassischen runden Silos mit 100 bis 600 m3 Inhalt sind nicht nur für Salz, sondern auch für andere Streugüter wie Splitt geeignet. Sie gehören zu unseren Bestsellern. Nicht zuletzt deshalb, weil sie kostengünstig sind und gleichzeitig die konventionellen Vorteile von Silos aus Holz bieten.“

Dank der Typenskizze auf ihrer Homepage und dem Heimvorteil fiel die Wahl für das Vorbild auf einen 100 m3 Rundsilo von Blumer Lehmann in der Variante mit dem kubischen Stahlunterbau. Die Typenskizze ist zu finden unter: https://www.lehmann-gruppe.ch/.../silo-rund-datenblatt-100m3-stahlunterbau-kubisch.pdf

Einzelsilo mit kundenspezifischem Aufstieg. (Quelle: unbekannt)

Dreifachsilo mit grösserem Fassungsvolumen und typischen Witterungsspuren auf der Wetterseite. (Quelle: unbekannt)

Holzsilo (Modell)

Die Materialwahl für die tragende Konstruktion fiel auf eine Kombination aus Kunststoff- und Messingprofilen. Für den hölzernen Silomantel dient bedrucktes festes Papier, die Vorlage dafür wurde auf Word erstellt. Die Abmessungen liessen sich aus der Typenskizze von Blumer Lehmann ermitteln, die Holzmaserung stammt aus der Katalog-Seite eines Anbieters von bedruckten Tapeten.

Vorlage für den Druck der Holzverkleidung und der verschiedenen Logos.

Die Modell-Abmessungen betragen 70 x 70 mm in der Aufstellfläche und 175 mm in der Höhe. Zur Vereinfachung insbesondere beim Zuschnitt der Profile diente ein auf die passende Grösse skalierter Ausdruck der Typenskizze.

Auf Modellgrösse skalierter Ausdruck der Typenskizze und ein erstes Versuchsmuster zur Kontrolle der Silo-Abwicklung.

Herstellung des Silokörpers auf der Drehbank.

Die Trägerscheiben bestehen aus Plexiglas.

Die Einzelteile des Silokörpers.

Anbringen der Verstärkungsseile.

Aufbau der Tragkonstruktion mit Kunststoffprofilen.

Messingstreifen für den Fallschutz der Aufstiegsleitern.

Bohren der Sprossenlöcher (0,5 mm).

Zusammenbau der Aufstiegsleitern.

Lötlehre für die Dachgeländer.

Verlöten der Messingprofile für die Dachgeländer.

Der zusammengebaute Silo im Rohzustand.

Das fertig lackierte und gealterte Modell.

Schliesslich ist der Silo an seinem definitiven Standort auf dem Gelände des Werkhofs installiert worden.

Mit dem gefüllten Streusalzsilo im neuen Werkhof Wassen ist man beim MECF nun gut auf den nächsten Winter vorbereitet und das mit dem Salzaufsatz versehene Kommunalfahrzeug steht für den Einsatz bereit!

 

Alles rund um den Werkhof

Zu den Aufgaben jeder Gemeinde gehört unter anderem das Anbieten von Entsorgungsmöglichkeiten für Altglas und Altmetall. So dürfen auf dem Werkhof entsprechende Container nicht fehlen.

Pflichtbewusst werden auch in Wassen Altglas und Altmetall sortengerecht entsorgt.

Zum Strassenunterhalt gehören auch kleinere Reparaturen an Strassen und Wegen, weshalb ein Depot an kleineren Mengen verschiedener Kiessorten erforderlich ist. Für die Reinigung der Fahrzeuge wurde sogar in eine Wasch-Box investiert.

Kleinlager für verschiedene Kiessorten und ein Teil der Waschbox mit Schlauch und Armaturen.

Weil im Güterschuppen das Einstellen von Motorfahrzeugen nicht erlaubt ist, wünschten sich die Gemeindearbeiter einen gedeckten Unterstand. Doch dafür reichte der Kredit nicht mehr aus und so müssen die Fahrzeuge bis auf weiteres unter der Eisenbahnbrücke abgestellt werden – dafür werden sie angesichts ihrer auffälligen Erscheinung zu einem gelungenen Farbtupfer auf dem Werkhofareal!

Der Fahrzeugpark des Werkhofs im Schutz der Eisenbahnbrücke.

 

Die Gemeinde Wassen mit den Werkhof-Mitarbeitern wie auch der MECF freuen sich über die gelungene Umnutzung des alten Güterschuppens in den neuen Werkhof.

Mobilfunkmasten

Juni 2020

Nachrichten weitergeben war schon immer ein Bedürfnis der Menschheit. Die Art, wie dies geschah und immer noch geschieht, hängt stets von der Entwicklung der Übermittlungsverfahren ab. Nach dem Einzug der Elektrifizierung im 19. Jahrhundert wurden Nachrichten zuerst über Kabel und später über Funkeinrichtungen übertragen. Zu Beginn wurden die Texte über das Morse-Alphabet in lange und kurze Signale gewandelt und danach über Drähte an den Empfänger geschickt, wie Bilder von morsenden Telegraphen und Telegraphenleitungen entlang der Schienenstränge aus dem Wilden Westen zeigen.

Telegraphenleitungen entlang der Strecke... (Quelle: www.blockstelle.de)

...und ein Telegraph Operator im Einsatz. (Quelle unbekannt)

Viele Jahre erfolgte danach die Sprach- und Datenübermittlung über analoge elektrische Signale in frei hängenden oder unterirdisch verlegten Kabeln und jeder Telefonapparat benötigte eine Anschlussleitung zur Telefonzentrale. Anfang der 1990-er Jahre begann die breite Entwicklung der digitalen Datenübertragung und mobilen Empfangsgeräte, die in der heutigen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken sind. Freileitungen sind bei uns höchstens noch in einigen ländlichen Regionen zu finden, dafür prägen Antennen für die Mobilfunktelefonie vermehrt unser Landschaftsbild. Die Bahnen verwenden ihr eigenes, auf ihre Bedürfnisse abgestimmtes Mobilfunknetz GSM-R, weshalb entlang des Schweizer Schienennetzes eine Konzentration von Mobilfunkmasten erkennbar ist. Das soll nun auch auf der Anlage des MECF nachgebildet werden.

Mobilfunkantenne (Vorbild)

Den grössten Nutzen bringen Antennen, wenn sie ohne Hindernisse ein möglichst grosses Gebiet abdecken. Deshalb sind sie entweder auf hohen Masten oder Anhöhen angebracht. Für unser Vorbild diente der hohe Mobilfunkmast auf dem Areal des Bahnhofs Uzwil. Die grosse Anzahl von Antennen am gleichen Funkmast lässt erkennen, dass hier mehrere Funknetze bedient werden. Die entsprechend der Topographie ausgerichteten Antennen werden über je ein Kabel an die im Container untergebrachte Elektronik angeschlossen. Aufstiegsleiter und Podeste dienen dem Aufbau, Umbau, Unterhalt oder Störungsfall.

Mobilfunkmast auf dem Bahnhof Uzwil.

Die verschiedenen Antennen an einem Mobilfunkmasten (Bahnhof Uzwil).

Container mit Stromversorgung und Elektronik.

Mobilfunkmasten (Modell)

Für die Anlage des MECF wählten wir einen Mast mit drei Antennenpaaren. Podeste sind in diesem Fall nicht erforderlich und ein Container genügt. Der Mast wird dadurch wesentlich kleiner als jener am Bahnhof Uzwil. Beim Bau wurde auf eine möglichst vorbildgetreue Nachbildung des Konstruktionskonzepts geachtet.

Der abgestufte Trägermast entstand aus Rundmessing mit 6 mm und 4 mm Durchmesser. Die Gesamthöhe beträgt 275 mm (inkl. Blitzableiter!). Der Träger für die Aufstiegsleiter besteht aus 4kant KunststoffProfil 2 mm x 2 mm. In diesen wurden im Abstand von jeweils 4,5 mm Löcher mit 0,5 mm Durchmesser gebohrt. Die Sprossen aus 12 mm langen 0,5 mm Kupferdrähten wurden danach eingelegt und verklebt. Die Halter für die verschiedenen Antennen sowie die Kabelführungen entstanden aus Kupferdraht, die entsprechend geformt und an den Mast gelötet wurden. Eine Herausforderung war die Gestaltung des Mastfusses mit dem Montageflansch und den Verstrebungen. Eine Unterlagscheibe diente schliesslich als Flansch und kleine Kunststoff-Spickel als Verstärkungselemente. Nach dem Verkleben dieser Teile konnte die Konstruktion mit Zinkfarbe lackiert werden, womit der Trägermast fertig war. Mit dem Anbringen der aus Kunststoff hergestellten Antennenelemente, der schwarzen Litzen und der Aufstiegssicherung war der Bau des Antennenmastes abgeschlossen.

Versuchsmuster für die Aufstiegsleiter.

Der Mastfuss vor dem Lackieren.

Der fertige Mobilfunkmast im Schraubstock, noch im Freien und ohne Container.

Der obere Teil des Mobilfunkmasten.

Die Partie mit der Querschnittsänderung.

Der Container mit den Abmessungen l x b x h von 45 x 32 x 38 mm entstand aus verschiedenen Kunststoff-Profilen und Platten. Auf eine detaillierte Zeichnung wurde verzichtet, die Masse sind aus den Proportionen der Vorbildfotografie abgeleitet.

Der Container im noch nicht gealterten Zustand.

Die Lampe über der Eingangstüre entstand aus einem Stecknadelkopf.

Der Container beherbergt die notwendigen Geräte für den Betrieb der Antennen.

Der komplette Mobilfunkmast an seinem Standort auf dem Areal des Bahnhof Wassen.

Seit dem Aufstellen des Mobilfunkmastes in Wassen ist ein guter Handy-Empfang auf der ganzen Anlage des MECF stets garantiert!

Clubreise 2019: Zürich trifft Bernina

Oktober 2019

Für einmal stand unsere jährliche Clubreise unter dem Motto „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah…“ Unsere Reise nach Zürich zauberte mehrfach Ausdrücke der Überraschung über die verborgenen Schätze in und um die grösste Schweizer Stadt auf die Gesichter der Teilnehmer.

Tag-/Nachtsimulation

Januar 2019

Die Tag-/Nachtsimulation war beim MECF schon länger Zeit oder genauer, seit dem Jahr 2013, im Bau. Da mit der Tag-/Nachsimulation nicht nur die Helligkeit der Anlagenbeleuchtung gesteuert wird, sondern auch noch weitere Objekte auf der Anlage animiert sind, erhielt die Steuerung den Namen «Animationssteuerung».

Gleisbaustelle Katzenbach

Dezember 2018

Gleisbaustellen auf der Modellbahn sind eine spannende Möglichkeit zur Detaillierung der Anlage. Im Gegensatz zum Vorbild verschwinden die Baustellen auf der Anlage aber nicht möglichst schnell wieder, sondern "behindern" den Modellbahnverkehr an jedem Fahrabend. So existiert auch beim MECF seit Jahren ein Abschnitt, wo die Vorbereitungen für das Auswechseln von Schienenprofilen auf Hochtouren laufen. Nun wurde die Baustelle zusätzlich mit einer korrekten Signalisierung, lichttechnischen und akustischen Effekten sowie weiteren Details ausgestattet.

Schalterstellwerk

Oktober 2018

Auf der Modelleisenbahn-Anlage des MECF sind im Normalspurbereich schon seit über 20 Jahren die Eigenbau-Drucktastenstellwerke Domino 55 und Domino 67 in Betrieb. Später gesellte sich dann beim Bau des Kopfbahnhofs St. Muhrtal das elektronische Stellwerk mit dem Fernsteuersystem ILTIS dazu. Als vor 15 Jahren die Schmalspurstrecke mit den beiden Bahnhöfen Burgfelden und Solis sowie der Gemeinschaftsbahnhof SBB/RhB St. Muhrtal gebaut wurde, liess man den Entscheid für die Stellwerke dazu offen und baute einfache Provisorien mit Gleisbild und Kippschalter für Weichen, Signale und Fahrabschnitte.

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